| am 25-06-2008 16:36 |
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Im März 2008 hatte der Chaos Computer Club (CCC) in der 92. Ausgabe seines Magazins „die datenschleuder “ den Fingerabdruck von Innenminister Schäuble veröffentlicht – zusammen mit einer Fingerabdruckfolie, die als Attrappe ausreichen soll, Fingerabdruck-Scanner zu täuschen. Der Chaos Computer Club (CCC) protestiert seit Jahren gegen die Erfassung biometrischer Daten und ihre Aufnahme in Personaldokumente und ist damit nicht alleine:
Dr. Andreas Pfitzmann, Professor am der TU Dresden in der Fakultät Informatik, weist als Sachverständiger für den Innenausschuss des Deutschen Bundestags seit über einem Jahr auf das enorme Missbrauchspotenzial solche Biometrischer Daten hin.
Er stellt fest: „Die geplanten Pässe haben und schaffen ernste Sicherheitsprobleme“ , und meint damit beispielsweise die Entwertung klassischer forensischer Techniken, die Gefahr des Heranwachsens einer „Finger-Nachbau-Industrie“ oder gar den Diebstahl von Körperteilen. So weit muss es aber gar nicht kommen!
Die Folie mit Schäubles Fingerabdruck, massenhaft in Umlauf gebracht, hätte enorme Vorzüge. Es wäre doch praktisch, wenn sich alle immer mit derselben Biometriesignatur (vom Schäuble) authentifizieren würden. Dann könnten die Geräte zur Ausweiskontrolle viel billiger gebaut werden, weil ja nur noch ein einziger Abdruck für alle Bürger gespeichert werden müsste, und die Online-Abfrage zum derzeitigen Innenministers Bigbrother-Archiv ließe sich ebenfalls einsparen.
Skandal: Otto Schily Teilhaber an 3 Biometrie-Firmen Das Nachsehen hätte nur der vorherige Innenminister Otto Schily: Der hatte kurz vor seinem Ausscheiden das Gesetz zur Aufnahme biometrischer Merkmale in Ausweisdokumente quasi als persönliche Altersvorsorge durch den Deutschen Bundestag geboxt – er ist Teilhaber an drei Biometrie-Firmen.
Die 92. Ausgabe der Datenschleuder mit dem besonderen Gimmick der Fingerattrappe nach dem Bild unseres geliebten Innenministers im gut sortierten Buchhandel oder direkt vom CCC auch als Einzelexemplar zu beziehen. Der komplette Artikel ist in www.Tomsnetworking.de abrufbar.
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