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News

Die PARTEI auf der SIKO am 17.2.18 in München

Jedes Jahr das Gleiche. Die Waffenschieber, Waffenhersteller und Waffenlieferanten treffen sich hinter geschlossenen Türen mit der Politik und die Politiker halten Reden ohne nennenswerten Nährwert. Was ist auch anderes von der mittlerweile 54. Sicherheitkonferenz zu erwarten gewesen und deshalb fand am 17.2. der obligatorische Demozug mit 4000 Teilnehmern auch bei Schnee und Kälte durch die Innenstadt Münchens statt.

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Die PARTEI Aktivisten vor der CSU Parteizentrale

Am 29.11.17 startete eine Spontanaktion des Umweltinstitut München e.V. und dem BUND vor der CSU Zentrale in München unter Mitwirkung von Die PARTEI KV München. Denn Minister Christian Schmidt (CSU) hat in einem angeblichen Alleingang (wers glaubt wird selig) mit der Stimme für Deutschland dafür gesorgt, dass das Insektizid GLYPHOSAT in der EU für weitere 5 Jahre verwendet werden darf. Hätte sich Deutschland der Stimme enthalten (das ist so üblich, wenn der Koalitionspartner dagegen ist), wäre Glyphosat nicht verlängert worden.

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Ängstliche Sarrazinleser

"Harmonisches Privatleben" und "Sauberkeit der Wohnung" stehen hoch im Kurs, und auch der Klassiker-Satz "Am wohlsten fühle ich mich zu Hause" findet bei den Lesern von Sarrazins Kasperlesbuch Zuspruch. Fast genauso hoch rangiert ein anderer konservativer Allgemeinplatz: "In meiner Lebensführung mag ich keine Veränderungen, ich halte mich lieber an meine alten Gewohnheiten." so eine Untersuchung der Süddeutschen Zeitung bei 10.000 Menschen.

Die aktuelle Untersuchung der SZ brachte noch so einiges an den Tag, auch wenn man keiner Statistik trauen darf, die man nicht selber erstellte.

So schätzen sich selbst 16 Prozent der Sarrazinbuchkäufer weniger aktiv ein, als der Durchschnittsdeutsche. Das "Leben in vollen Zügen genießen" ist noch weniger gefragt, da beträgt der negative Ausschlag in Richtung Askese und sorgenzerfurchter Selbstkasteiung schon gute 25 Prozent. Entscheidungen "spontan und mehr aus dem Gefühl heraus"? Nicht wirklich.

Vollends ins Negative sackt die Kurve bei der Aussage "Ich gehe gerne Risiken ein" - da landet die SZ-Statistik bei dem sagenhaft risikofeindlichen Wert von minus sechzig Prozent. Wer nicht zu den Sarrazin-Käufern gehört, ist um zwei Drittel aufgeschlossener, sobald es darum geht, auch mal ein Wagnis einzugehen.

Ob sich mit einer Wählergruppe, die bei Abenteuern und Risiken um keinen Preis mitmachen möchte, wirklich viel bewegen lässt?

"In meinem Leben steht beruflicher Erfolg an erster Stelle." Dieser Satz ist dem Sarrazin-Käufer sehr wichtig: Plus 74 Prozent über dem Durchschnitt - ein noch stärkerer Ausschlag als bei der Risikovermeidung. Das bringt man allerdings kaum mehr zusammen: Hat irgendwer schon mal Erfolge erzielt, ohne das geringste Risiko dafür einzugehen?, so die SZ.

Die Süddeutsche weiter: Die Widersprüche, die sich insgesamt zeigen, sind bemerkenswert. Sie lassen kaum vermuten, dass von dieser gesellschaftlichen Gruppe größere Taten ausgehen werden, etwa die Gründung einer Partei - das wäre, gemessen an den ermittelten Einstellungen, das reinste Kamikaze-Unternehmen. Auch die Hoffnung, die viele Apologeten der Debatte formuliert haben - erst mal müssen die unangenehmen Wahrheiten beim Namen genannt werden, dann packen wir das Problem tatkräftig an - sollten sich eher nicht primär auf den Sarrazin-Leserkreis fokussieren.

Die Grundhaltung könnte im Gegenteil eher Anlass sein, eine gewisse Schizophrenie zu diagnostizieren: ein eiserner Wille, an der Spitze zu stehen - aber bitte Veränderung? Eine Leistungselite, die das Wohnzimmersofa nicht mehr verlässt? Ein wenig spiegelt das, was hier sichtbar wird, auch die späte Berufung des Thilo Sarrazin selbst, der hier sicher auf das Verständnis seiner Fans trifft. Ein ganzes Berufsleben hat der Mann im gesicherten Beamtenstatus verbracht, bevor er in die risikoreiche Existenz des Volksdemagogen aufbrach. Nicht ohne allerdings vorher noch den letzten Cent seiner Pensionsansprüche einzufordern.

Ergo: Wir sind die Macher - wir gehen Risiken ein und sitzen (sofern es nicht schneit und regnet) nicht im Wohnzimmer. Deshalb werden wir den wichtigsten Beitrag für das Land leisten: Freie Selbstbestimmung in einer durchschnittlich sauberen Wohnung mit vielen Veränderungen.

Den kompletten Bericht zur statistischen Auswertung der SZ findest Du hier


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