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Sie war einmal die meistgekaufte Tageszeitung in München. Doch die Zeiten ändern sich, so, wie die Zeit sich für die CSU ändert und sie sich nur noch durch Formalien und Tricks an der Macht halten kann. Pluralismus und Digitalisierung machen es möglich, den mainstream auszuhebeln und ein Alternativprogramm vorzulegen, das die extreme Mitte der Gesellschaft abbildet. Gerd Bruckner und Valentin Schware treten bekanntlich als Direktkandidaten in München-Süd (Wahlkreis 219) bzw. München-Nord (Wahlkreis 217) für Die PARTEI zur Bundestagswahl an und die Abendzeitung wollte mehr für ihre Leser herausfinden.

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Für die Geschichtsschreibung - Die PARTEI in München mit zwei Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017

Am 28.7.2019 war es so weit. Der Kreiswahlausschuss bestätigte einstimmig, die Zulassung von Gerhard Bruckner (Wahlkreis 219 München Süd) und Valentin Schwarze (Wahlkreis 217 München Nord) für die Bundestagswahl 2017.

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Bericht in Die Welt kompakt: 27.10.10 "Streit um Halbtagsgesellschaft"

Von Thomas Kletschke

Am Montag (25.10.2010) war es wieder soweit. Zum fünften Mal trafen sich zwei Debatten-Teams, um sich vor den 70 Zuschauern einen rhetorischen Schlagabtausch zu liefern. "Morgens Manager, Mittags Mensch - Wir brauchen die Halbtagsgesellschaft", lautete das Thema. Vor der Veranstaltung wurde das Publikum im Münchner Atomic Café zu seiner Meinung gefragt, 69 Prozent unterstützten die Forderung nach der Halbtagsgesellschaft, 31 Prozent waren dagegen. Moderator Diethelm Straube stellte die beiden Mannschaften vor.

Das CONTRA TeamFür eine Halbtagsgesellschaft stritten Monika Nitsche von der Freiweilligen-Agentur Tatendrang, Student und Debattierclub-Mitglied Valerio Morelli sowie Sebastian Frankenberger, der in Bayern das Volksbegehren zum Nichtraucherschutz in Gang brachte. Frankenberger argumentierte mit demografischem Wandel, dem Bedarf nach Pflege und nach Kinderbetreuung. Warum soll eine Gesellschaft dies nicht mit Zeitkontenmodellen kombinieren? Prävention war für Monika Nitsche ein großes Argument für die Gesellschaft, in der möglichst alle nur halbtags einen Job haben - und sich in der verbleibenden Zeit ums Soziale kümmern.

Das Contra-Team sah darin einen Affront gegen die Freiheit. Gezwungen zum sozialen Engagement? Für die US-Journalistin und Buchautorin Heather DeLisle eine Horrorvorstellung. Ihre Team-Kollegen Gerd Bruckner, Landesvorsitzender der Partei "Die Partei" und Debattierclub-Mitglied Lukas Windhager unterstützten sie wortgewaltig.

Vor allem Windhager überzeugte mit seinem Schlussplädoyer. In einer Halbtagsgesellschaft würden diejenigen, die noch Vollzeit arbeiten, zu Melkkühen der Gesellschaft werden. "Wir können dann nicht mehr leben, wie wir wollen - wir müssten leben, wie wir sollen", sagte er. Mit dieser Rede und den vorigen Argumenten rissen die Contras das Anfangsergebnis herum. Am Ende der Veranstaltung votierten 69 Prozent des Publikums gegen die Halbtagsgesellschaft.

An diesem Abend wurden neben dem Diskutanten Gerd Bruckner auch die Parteimitglieder Susanne Stein, MaLi und Enrico gesichtet, die den Landesvorsitzenden unterstützten. Bruckner hat es sich an diesem Abend nicht nehmen lassen, die Fotocollage aus der titanic "Loki Schmidt tod - Frankenberger geht jetzt zu weit" aufzustellen und das Poster "Arbeitslose halbieren" in die Fernsehkameras von afktv zu halten.

Der Original Beitrag in Welt Kompakt ist hier zu finden

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