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News

Erfolgreiche Wahl des neuen Vorstand für den Kreisverband München-Stadt

Es ist vollbracht. Turnusgemäß erfolgte am 29.5.17 um 19:15, bei Sonnenschein, die Neuwahl des Vorstands für den Kreisverband München-Stadt im Augustiner Schützengarten statt. Nicht nur dass Die PARTEI-Mitglieder aus München kamen und den Abstimmungen teilnahmen. Es kamen auch PARTEI-Freunde aus München-Land, Ebersberg und Neuburg-Schrobenhausen, um dem Bericht vom alten und neuen Kreisvorsitzenden Gerd Bruckner zu lauschen und die ordungsgemäße Durchführung der Vorstandwahlen zu verfolgen.

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Gegen Vandalismus bei Zigarettenschachteln

Dass Zigarettenschachteln oft strapaziert, eingerissen und aus Gründen deformiert werden, ist schon lange bekannt. Doch damit macht Die PARTEI nun Schluss und stellt auf dem Corso Leopold eine exklusive Edition der Die PARTEI-Filtertips vor. Für PARTEI-Mitglieder natürlich zum Sonderpreis. 

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Bericht in neun7

Heute erschien unter dem Titel "Die Bayern haben Sarkasmus im Blut" ein Exklusivinterview mit dem Landesvorsitzenden, geführt von Carolin Kron im Siebentagemagazin "neun7"

 

 

Bericht in neun7: Die Bayern haben Sarkasmus im Blut

Im Rahmen eines großen Spezial zum Thema "Welche Partei fehlt dir bei der Landtagswahl?" gelang es DiePARTEI wieder einmal zu zeigen, dass wir die Größten der Kleinen sind.

Die PARTEI: Die lustigste Form der Verdrossenheit, seit es Politik gibt. Doch Landesvorsitzender Gerd Bruckner meint es bierernst mit der Satire.


Auszug aus dem Interview:

Das erste Mal in Bayern, Herr Bruckner, tat‘s weh?

Für mich war‘s ja überhaupt das erste Mal. Ich hatte zuvor nie etwas mit Die PARTEI zu tun.

Nicht so der politische Typ, oder kein Satiriker?

Hochpolitisch! Vor 36 Jahren war ich Aktivist in der Jungen Union – jeder soll und darf in der Jugend Fehler machen. Und 1993, als Reaktion auf den Irak-Krieg und die fehlende Bereitschaft der Deutschen, die USA zu unterstützen, habe ich die Aktion „Freiwilligen Division Angela“ (FDA) ins Leben gerufen. Wir konnten nicht tatenlos mitansehen, wie unser Land in kollektiver Feigheit versinkt. Innerhalb von sieben Tagen haben sich mehr als 10 000 Freiwillige gemeldet. Doch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wollte die Mannschaft nicht.

Okay, auch Satire-Potenzial ist vorhanden. Lag‘s also an Ihrer Unerfahrenheit, dass Die PARTEI nicht zugelassen wurde?

Gut, ich war gerade mal registriertes Parteimitglied und wenige Tage später Landesvorsitzender. Weh tat das aber nicht. Es war spannend, ganz alleine einen Landesparteitag zu organisieren und innerhalb von knapp einem Monat einen Landesverband umzukrempeln. Da der sehr inaktiv war, habe ich die Vorsitzenden kurzerhand entlastet und mich und einen Freund neu wählen lassen.

Klingt nicht sehr basisdemokratisch. Sind solche politischen Werdegänge typisch für Ihre Partei?

Viele Mitglieder stammen aus der Titanic-Crew, unser Bundesvorsitzender Martin Sonneborn war jahrelang deren Chefredakteur. Wie man an meinem Beispiel sieht, ist das aber keine Voraussetzung. Wir sind noch eine Partei, in der Arbeit Spaß macht, weil jeder schnell was werden kann!
 
Aber offenbar kein Landtagsabgeordneter. Nochmal: Woran hat‘s gehapert?

Vom Landeswahlleiter haben wir zunächst die Auszeichnung „Keine Mängel“ bekommen, waren also als richtig richtige Partei anerkannt, durften unsere zwölf Kandidaten aufstellen. Aber die Zeit war gegen uns. Vom Landesparteitag am 30. Mai an hatten wir knapp einen Monat Zeit, um die Bayern auf der Straße für uns zu gewinnen und die notwendigen Unterschriften zu sammeln.

Und, wie viele haben Sie abgesahnt?

In Oberbayern knapp 1000, da hätten wir 2000 gebraucht. In Mittelfranken fehlten uns rund 200 von 1238. Hätten wir die Aktion zur Bundestagswahl gemacht, hätten wir die Zulassung, denn für sie bräuchten wir in Gesamtbayern nur 2000. Oberwitzig: Für die Europawahl genügen deutschlandweit 4000 Unterschriften. Die Landtagswahl in Bayern ist für kleine Parteien besonders hart.

So fühlt sich‘s wohl an, wenn Satire auf Realität stößt. Gab es noch andere bürokratische Hürden?

Das Landeswahlrecht ist hoch diffizil. Aber ich muss gestehen: Wir waren auch ein bisschen grün hinter den Ohren. Auf unserem Parteitag im Mai haben wir bei der Wahl der Landtagskandidaten basisdemokratisch alle Mitglieder alle Kandidaten wählen lassen. Mittelfranken durften Oberfranken wählen und umgekehrt. Das geht aber nicht. Nur die einzelnen Wahlkreise dürfen ihre Kandidaten wählen. Da sind wir in die Bürokratie-Falle getappt. Wir mussten die Wahl wiederholen und auch noch die einwöchige Einladungsfrist einhalten. Es war Anfang Juni und am 17. Juli mussten die Unterschriften abgegeben werden. Nicht sehr lustig.

Das humoristische Potenzial des bayerischen Landeswahlrechts hält sich also in Grenzen. Und das seiner Wähler?

Der Sarkasmus scheint den Bayern im Blut zu liegen. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie immer wieder die CSU wählen.

Sind die Wähler in Bayern also noch nicht bereit für eine satirische Partei, die mit einem schmierigen, populistischen Wahlkampf wirbt? Und damit, dass die Mauer wieder her muss?

Warum sollten die Bayern dümmer sein als die Hamburger, von denen wir auf Anhieb 0,3 Prozent Stimmen bekommen haben.

Sie brauchen also intelligente Wähler, die Ihre Satire verstehen?

Nicht umsonst ist eines unserer Ziele, die Elitenförderung, Teil unseres Parteinamens. Denn wir finden: Das gesamte Niveau in Deutschland muss gehoben werden. Wie soll das anders gehen, wenn beinahe die gesamte Politikerkaste in diesem Punkt versagt. Wir müssen alle Bürger durch bessere Bildungspolitik auf ein gehobeneres Niveau bekommen, um die Leute, die an der Macht sind abzuwählen.

Satire und Politik, wie geht das zusammen?

 
In öffentlichen Debatten ist Satire das einzig geeignete Mittel, einen politischen Gegner bloßzustellen. Dabei greift sie nicht mit direkten Sachargumenten an, auch nicht mit dem Hammer, sondern geht den indirekten Weg. Wenn wir sagen, wir machen einen schmierigen Wahlkampf, wollen wir zeigen, was die anderen machen, ohne sie direkt anzugreifen. Wir wollen auch nicht in dieses Links-Rechts-Gegner-Mitbewerber-Denken verfallen. Wenn wir sagen: Die CSU ist reaktionär, die SPD agitatorisch, die Linke lügt, dann wäre das ein Angriff.

Dahingegen ist Satire ...

...die etwas andere Form klar zu machen, was alles im Argen liegt. Leider werden wir permanent von der Realität überrollt. Wo wir noch fünf Minuten vorher geglaubt haben, der Ausspruch des Politikers xy sei Satire, müssen wir wenig später feststellen, dass der daraus Realpolitik macht.

Wo hört der Spaß auf?

Wo mit Angst Politik gemacht wird und die Freiheiten des Einzelnen beschnitten werden. Das ist vor allem in Bayern ein Problem. Tagtäglich werden wir mit Verboten überschüttet, mit Überwachungen zugepflastert. Beispiel Rauchverbot: Wir sind dagegen, weil wir unsere Freiheitsrechte verteidigen wollen, nicht weil‘s uns ums Rauchen geht. Ich lasse mir doch nicht von den Herren Beckstein oder Schäuble vorschreiben, wie ich mein Leben zu gestalten habe.

Das komplette Interview und Bild sind unter www.neun7.de zu finden. 

Was unsere Kollegen der anderen "Kleinparteien" zu sagen hatten ist hier zu finden

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